Warum analog?

Agfa Box

Die ästhetische Qualität

Warum fotografiert man im Zeitalter von Digitalfotografie, Smartphone und KI eigentlich noch analog? Das ist eine spannende Frage und nicht so leicht zu beantworten. Die Antwort ist nicht nur technischer Natur, sondern auch emotional, kreativ und philosophisch. Die unberechenbare Schönheit der analogen Aufnahmen erzeug oft Überraschungen und das “gewisse Etwas”. Fotos die perfekt „unperfekt“ wirken. Genau das Gegenteil von dem, was digitale Algorithmen oft zu glätten versuchen. Man könnte es auch so bezeichnen: analog hat eine Seele – digital ist sauber, aber leider oft steril. Die Haptik alter historischer Kameras ist für mich ein wesentlicher Teil des analogen Erlebnisses. Man lernt mit den Händen zu fühlen, zu verstehen und zu steuern. Man sieht das Ergebnis erst nach der Entwicklung, dadurch wird die Aufmerksamkeit und Planung gesteigert. Das Aufziehen des Verschlusses und der Transport des Films in der Kamera, das Drehen des Fokusrings gibt ein haptisches Feedback, das digital schlicht fehlt. Kameras aus Metall und Glas fühlen sich massiv an, fast wie Werkzeuge oder kleine Maschinen. Der Griff, das Gewicht, die Kälte des Metalls oder das sanfte Drehen eines Objektivs – das ist ein körperliches Erlebnis, das Smartphones nie bieten können. Die Haptik analoger Kameras macht Fotografieren greifbarer, bewusster und sinnlicher. Es geht nicht nur um das perfekte fertige Foto, sondern um das Erlebnis des Fotografierens selbst – ein Zusammenspiel von Auge, Hand und Kamera, den ein Smartphone niemals so vermittelt.

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